06.05.2010 - „Mach mit – Neue Wege in Ausbildung“ schafft zusätzliche Ausbildungsplätze.

Mach mit - Neue Wege in Ausbildung

Genutzte Chancen: Das Projekt „Mach mit – Neue Wege in Ausbildung“ der Arbeitplus und der Bielefelder Jugendberufshilfe schafft zusätzliche Ausbildungsplätze.

Ayse Ayyildiz und Artur Reimer haben wie viele andere lange vergebens einen Ausbildungsplatz gesucht. Doch im August beginnen sie mit ihrer Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau und zum Fachlageristen bei der Kuhlmann Befestigungselemente GmbH & Co. KG. Möglich wird dies durch ihre Teilnahme Projekt „Mach mit – Neue Wege in Ausbildung“ der Arbeitplus in Bielefeld und der Jugendberufshilfe der REGE mbH.

Trotz umfangreichen Bewerbungen hatten Ayse Ayyildiz und Artur Reimer in den letzten Jahren kein Glück bei ihrer Suche nach einem Ausbildungsplatz. Wie viele ihrer Altersgenossen drehten sie Warteschleifen auf dem Berufskolleg und in Qualifizierungsmaßnahmen. Doch nun trägt die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber, Jugendberufshilfe und Arbeitsgemeinschaft Früchte. Im Herbst 2009 konnten die beiden 20 und 22-Jährigen eine Einstiegsqualifizierung bei der Kuhlmann Befestigungselemente GmbH & Co. KG aufnehmen - aufgrund ihrer guten Leistungen wurde ihnen jetzt frühzeitig ein Ausbildungsvertrag in ihrem Wunschberuf angeboten.

Die Vermittlung in die Einstiegsqualifizierung und der Übergang in Ausbildung geschah im Rahmen des Projektes „Mach mit – Neue Wege in Ausbildung“. Es bietet ausbildungsfähigen Jugendlichen unter 25 Jahren im Raum Bielefeld die Chance, sich über bundeseinheitliche Ausbildungsbausteine zu qualifizieren. Begleitend entwickeln persönliche Ansprechpartnerinnen gemeinsam mit den Jugendlichen und den Kooperationspartnern Wege, die den Jugendlichen das Ziel Ausbildung näher bringen und eine enge Vernetzung aller Beteiligten sicherstellen. Gleichzeitig werden Unternehmen, die bisher nicht ausgebildet haben oder einen zusätzlichen Ausbildungsplatz zur Verfügung stellen, u.a. bei der Auswahl von Bewerbern, der Koordination von Ausbildungsbausteinen und durch die Übernahme des Vertragsmanagements unterstützt.

In der Einstiegsqualifizierung, die zwischen einem halben und einem Jahr dauern kann, erhalten die Jugendlichen 212 € Praktikumsvergütung durch den Betrieb. Sie beziehen weiterhin Arbeitslosengeld II, können ausbildungsbegleitende Hilfen in Anspruch nehmen und werden durch die Arbeitplus beraten und betreut.

Bei der Kuhlmann Befestigungselemente bot sich durch das Instrument der Einstiegsqualifizierung die Möglichkeit, soziale Verantwortung zu übernehmen und zusätzlichen Jugendlichen eine Chance zum beruflichen Einstieg zu bieten. Für die Jugendberufshilfe, die durch die REGE umgesetzt wird, und die Arbeitplus in Bielefeld GmbH sind die Einstiegsqualifizierungen ein wichtiger „Türöffner“ zur Ausbildung, der zum Erfolg der Ausbildungsvermittlung beiträgt.

Zum Tag der Ausbildung zieht Klaus Siegeroth, Leiter des Bielefelder Jugendhauses eine positive Bilanz: „Allein im letzten Jahr konnten wir 800 arbeitslose Jugendliche in betriebliche und überbetriebliche Ausbildungen vermitteln.“

Zurück